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Komponenten Viskosimetrie

Steuereinheit PVS

Die Steuereinheit PVS ist die Schaltstation zwischen dem PC und den einzelnen Komponenten des Viskositätsmeßsystems und koordiniert über die drei zur Auswahl stehenden Einschübe die Aufgaben und Operationen aller weiteren Teile des angeschlossenen Systems. Sie kann mit maximal 4 Einschüben ausgestattet werden:

Der 1-Platz Messeinschub (nur im PVS 1/1) ermöglicht die kostengünstige Realisierung eines 1-Platz Messsystems mit der Option, jederzeit auf weitere Messplätze aufzurüsten. Er ist in der Lage, ein einzelnes Messstativ S5 zu betreiben und kann zudem bei Bedarf die Zusammenarbeit eines VRM1 oder eines VRM2 mit dem Messstativ koordinieren.

Der 2-Platz Messeinschub stellt den Standardeinschub des Viskositätsmeßsystems dar. Er kann maximal zwei Messstative S5 und ein VRM-Modul des Typs VRM 1, VRM 2 oder VRM 22/HT betreiben.

Um eine ungerade Anzahl von Messstellen zu erhalten, kann ein 2-Platz Messeinschub auch mit nur einem Messstativ S5 verbunden werden.

Der Büretten-Einschub ermöglicht den Anschluss von maximal zwei Dosiersystemen (Büretten). Bei einer der Methoden zur Bestimmung der intrinsischen Viskosität (= Grenzviskosität, = Staudinger Index) werden diese Dosiersysteme zur automatischen Konzentrationsänderung eingesetzt.

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Intelligentes Messstativ

Das Messstativ S5 führt die gesamte Viskositätsmessung durch und bestimmt mit Hilfe von Infrarot-Lichtschranken die Auslaufzeit der Flüssigkeit aus dem in das Stativ eingesetzten Viskosimeter. In das Messstativ lassen sich die gebräuchlichsten Glaskapillarviskosimeter (z. B. Ubbelohde, Cannon-Fenske Routine etc.) einsetzen.

Das Messstativ S5 wurde mit einer vollständig chemikalienresistenten Mikrodruckpumpe und chemikalienresistenten Ventilen ausgestattet, die in Zusammenhang mit einer Singlechip-Regelung den extrem kompakten Aufbau aller für die Messung notwendigen Teile im Kopf des Messstativs ermöglicht. Weiterhin erlaubt der eingebaute Singlechip-Prozessor eine neuartige Regelung und Einstellung der Infrarot-Lichtschranke, wodurch ein erheblich erweiterter optischer Erfassungsbereich realisiert wird. Derselbe Singlechip-Prozessor erledigt zudem auch die millisekundengenaue Zeitmessung, so dass der gesamte Messvorgang autark von diesem Messstativ erledigt wird.

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Das Dosiersystem

Das Dosiersystem in Form einer Bürette findet bei der Bestimmung der Grenzviskosität über verschiedene Konzentrationsstufen Verwendung. Ein Betrieb ist nur über den Büretten-Einschub möglich.

Die Reinigungsmodule VRM 1, VRM 2, VRM 22/HT
Um bei den vielfältigen unterschiedlichen Applikationen ein optimales Reinigungsergebnis zu erzielen, kann das existierende Reinigungsprogramm individuell für jeden Messsatz angepasst werden. Bei den Systemen VRM1 und VRM2 ist besonders die Verwendung von zwei frei wählbaren Reinigungsflüssigkeiten (Lösemitteln) und deren strikte Trennung sowohl während des Reinigungsvorganges als auch nach erfolgter Reinigung bei der Entsorgung zu beachten.

Das Reinigungsmodul VRM 1 erlaubt die vollautomatische Reinigung und Trocknung von maximal einem angeschlossenen Viskosimeter.

Das VRM 2 kann mit maximal zwei Viskosimetern verbunden werden.

Das VRM 22/HT dient speziell zur Kapillarenreinigung bei sehr heißen Proben, z. B. bei gelösten Polyolefinen oder Mineralölen über 80 °C.

Bei der Realisierung aller VRM-Typen steht die Chemikalienresistenz aller mit den Flüssigkeiten in Verbindung kommenden Teile, ohne Ausschluss irgendwelcher gebräuchlicher Lösemittel, im Vordergrund. Dies gilt bis zu einer maximalen Temperatur von +160 °C (VRM 22/HT).

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Kapillarviskosimeter

Die Viskosimeter mit Absaugschenkel sind zum Anschluss von Reinigungsmodulen VRM für die automatische Reinigung vorbereitet. Ein Anschluss von Reinigungsmodulen an Viskosimeter ohne Absaugschenkel ist nur in Ausnahmefällen möglich.



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